Dietrich Hub


Fachberater Notfallseelsorge der Feuerwehr Kernen 

Ich bin Notfallseelsorger im System des Rems-Murr-Kreises sowie Fachberater Seelsorge der Feuerwehr Kernen und leiste auch normalen Feuerwehrdienst.

 

Artikel aus der WAIBLINGER KREISZEITUNG vom 30. Dezember 2010 über das die Tätigkeit "Fachberater Seelsorge" in der Feuerwehr Kernen

 

Weitere Informationen:


Die Notfallseelsorge ist ein wichtiges Glied in der Rettungskette. Sie wird gerufen, wenn die Hilfe durch den Rettungsdienst oder durch die Feuerwehr nicht ausreicht – oder wenn diese nichts mehr tun können. Die Notfallseelsorge schließt dabei eine wichtige Lücke, die in der Vergangenheit nicht immer beachtet wurde. Verletzte und deren Angehörige benötigen besonders bei Todesfällen durch Unfälle, Brandkatastrophen oder auch beim Selbstmord eines Angehörigen Hilfe. Für diese seelsorgerlichen Betreuung haben die evangelischen und katholischen Kirchen in Baden Württemberg mit den anderen Hilfsorganisationen und Katastrophenschutzbehörden eine landesweite Notfallseelsorgeorganisation eingerichtet, die auf Kreisebene organisiert ist. Die Notfallseelsorger sind entsprechend einem Dienstplan wochenweise eingeteilt und stehen in dieser Zeit rund um die Uhr zur Verfügung. Alarmiert werden sie jeweils von der Leitstelle der Rettungsorganisationen.

 

Mehrere Feuerwehren im Landkreis Rems-Murr haben darüber hinaus einen „eigenen“ Notfallseelsorger. Dieser ist ordentliches Mitglied der Feuerwehr und leistet auch normalen Feuerwehrdienst. Dieses Amt in der Feuerwehr heißt „Fachberater Seelsorge“. Für die Feuerwehr Kernen (www.feuerwehr-kernen.de) übernehme seit September 2009 ich diesen Dienst. Feuerwehrmänner und – frauen arbeiten professionell und sind geübt darin, auch in Extremsituationen ihr Können anzuwenden. Insofern werden sie nicht während eines Einsatzes, aber vielleicht danach die Unterstützung durch einen Notfallseelsorger brauchen. Die Aufgaben des „Fachberater Seelsorge“ bestehen in folgenden Tätigkeiten: Er ist Ansprechpartner für alle Feuerwehrangehörigen seines Bereiches für Fragen, die seelsorglich-kirchliche Bedeutung haben. Er berät im Auftrag des Kommandanten einzelne oder Gruppen von Einsatzkräften nach besonders belastenden Ereignissen (Einsatzbegleitung und strukturierte Einsatznachbesprechungen). Der „Fachberater Seelsorge“ führt in Absprache mit dem Kommandanten nach Bedarf Informationsveranstaltungen durch, in denen er die Auswirkungen einsatzspezifischer Belastungen thematisiert und die Angebote zur Bearbeitung der Belastungen vorstellt.

 

Für meine Tätigkeit als Notfallseelsorger habe ich den „Grundkurs Notfallseelsorge“ absolviert, der in der Landesfeuerwehrschule Bruchsal und der Polizeiakademie Freiburg für die Mitarbeiter der evangelischen und katholischen Kirchen in Baden-Württemberg organisiert wird. Für mein Amt als „Fachberater Seelsorge“ der Feuerwehr habe ich darüber hinaus die Lehrgänge „Stressbewältigung nach belastenden Einsätzen“ absolviert. Dabei wird ein Konzept vermittelt, wie nach einem extremen Einsatz mit Feuerwehrleuten Einzel- oder Gruppengespräche („Debriefing“) nach einem fest vorgegebenen Ablauf durchgeführt werden. Entwickelt wurde dieses System in Amerika vom Psychologie-Professor Jeffrey Mitchell aus Baltimore, ein ehemaliger Feuerwehrmann und Rettungssanitäter. Von der „Bundesvereinigung Stressbewältigung nach belastenden Einsätzen“ wurde dieses System für deutsche Verhältnisse weiterentwickelt.

 

 

 

Logo der "Bundesvereinigung Stressbewältigung nach belastenden Einsätzen"

Gedanken zum Logo

 

 

Zur Entstehung der Notfallseelsorge im Rems-Murr-Kreis

 

 

 

 

FEUERWEHRMAGAZIN  Erst Reportage, dann eingetreten

 

 

 

 

 

 

Winnenden Amoklauf.pdf

 

 

 

 

 

Artikel aus der Waiblinger Kreiszeitung über Notfallseelsorger Dietrich Hub

 

Artikel aus dem Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL von 1998 über die Notfallseelsorge

 

Thesen zur Notfallseelsorge